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Aktuelles von Mittwoch, 25.03.2008

Strafanzeige erstattet: Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg erpresst Piloten

Die Abteilung Luftsicherheit der Gemeinsamen Oberen Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg (GOL) ist offenbar nicht gerade zimperlich, wenn es um die Eintreibung offener Rechnungen geht.

Schreiben der Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg (PDF, 255kb)

Dieses Schreiben ist schon frech genug, aber doch erst der Aufhänger für eine dreiste Nötigung durch die Landesbehörde: „Aufgrund der beschriebenen Notlage ist nicht auszuschließen, dass Sie für eine entsprechende Geldleistung bestechlich sind. (...) Die Wahrscheinlichkeit, wegen einer finanziellen Notlage empfänglich für Erpressungsversuche oder für die Begehung weiterer Straftaten zu sein, kann ich daher aufgrund des Sachverhaltes nicht ausschließen. Ich beabsichtige, die Feststellung Ihrer Zuverlässigkeit zu widerrufen.“

Die GOL will also einem Piloten die Zuverlässigkeit absprechen und damit seine Fluglizenz entziehen, seine berufliche Existenz zerstören, nur weil er eine Rechnung über 36 € nicht schnell genug bezahlt! Mittlerweile ist bekannt geworden, dass dieses Schreiben offensichtlich als Standardtext an ca. 50 Piloten versandt wurde!

Die GOL hat mit dem Schreiben nicht nur politisches Einfühlungsvermögen vermissen lassen, sondern nach Bewertung der Juristen in der AOPA-Germany die Grenze zu einem strafrechtlich relevanten Amtsdelikt überschritten. Die AOPA-Germany wird deshalb Strafanzeige wegen Nötigung, Verleumdung und Rechtsbeugung erstatten. Die mögliche Erpressbarkeit eines Piloten ist leider einer der diffusen Unterstellungen der ZÜP. Dass jedoch die ZÜP selber von einer Amtsperson zu einer Nötigung missbraucht wird, mit dem Ziel eine Gebührenzahlung zu erzwingen, dürfte nicht nur für unseren Verband eine alarmierende Dimension haben. Die in dem GOL-Schreiben angesprochene Gebühr war übrigens vier Tage vor Versand des Schreibens von Pilot Emmel bezahlt worden. Da die entsprechende Kostenverordnung erst Jahre nach Einführung der ZÜP veröffentlicht wurde, war lange Zeit umstritten, ob ZÜP- Gebührenbescheide überhaupt berechtigt sind.

Reaktionen aus Brandenburg

Der zuständige Minister, Reinhold Dellmann, hat binnen weniger Stunden nach der Intervention der AOPA Germany reagiert. Er hat sich persönlich gekümmert, hat angerufen, sich nach den Hintergründen erkundigt und hat dieses dumme Schreiben gemeinsam mit dem Leiter der Luftfahrtbehörde, Herrn Fried, konsequent entsorgt. Ein Entschuldigungsschreiben an die Betroffenen wurde auf den Weg gebracht, noch bevor die erste Zeile in den Medien oder im Internet erschien. Dafür haben die Herren meinen Respekt und Dank, auch wenn schon wieder der eine oder andere mäkelt, der Minister wollte nur sein Ministerium schützen. Das ist sein Job und wir haben andere Volksvertreter, die in solchen Fällen Wochen und Monate des öffentlichen Drucks benötigt haben, bevor eine Reaktion erkennbar wurde. Die Luftfahrt braucht Freunde in der Politik und keine Gegner.

Nachdem die Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg (GOL) ein Entschuldigungsschreiben an die Empfänger der ca. 50 Nötigungsschreiben versandt hatte, sprach unser Präsident Prof. Elmar Giemulla mit dem zuständigen Abteilungsleiter.

In diesem Gespräch drängte er darauf, den für diese unsägliche Entgleisung verantwortlichen Herrn W. zu versetzen, denn das Vertrauensverhältnis sei dauerhaft zerrüttet. Innerhalb weniger Stunden erhielt unser Präsident dann die Nachricht, dass Herr W. tatsächlich umgesetzt wurde und mit sofortiger Wirkung nicht mehr für Zuverlässigkeitsfragen zuständig ist.

Dieses Vorgehen der Behörde soll anderen Behörden als Beispiel dienen und anderen Sachbearbeitern, die ähnlich "schneidig" auftreten wollen wie Herr W., zur Mahnung gereichen.

Die AOPA wird sich auch künftig schützend vor ihre Mitglieder stellen und damit auch einen Beitrag zur Erhaltung rechtsstaatlicher Zustände in unserem Lande leisten.

Bezugsquelle AOPA Germany

 


Aktuelles von Dienstag, 22.01.2008

Unbelievable Landing at Aspen This Morning

So at about 10:00 a.m. this morning, tower rolls our emergency equipment for a Piper Malibu on an eight mile final with "low oil pressure and a possible oil leak". On short final, I hear the pilot advise the tower that he'll make the runway, but that he has virtually no forward visibility due to oil on the windscreen.

All of us looking out of our office windows see the aircraft roll out long on the runway, and notice that the entire prop and spinner are missing, since it all sheared off at the crankshaft, IN FLIGHT, apparently at least eight miles from the airport.






Aktuelles von Dienstag, 14.08.2007

TELEDYNE CONTINENTAL (R) AIRCRAFT ENGINE
MANDATORY SERVICE BULLETIN

Category 1
MSB07-4
Technical Portions FAA Approved

The Subject Matter Of This Service Bulletin Is Incorporated In Whole
Or In Part In An FAA Issued Airworthiness Directive

SUBJECT: KELLY AEROSPACE POWER SYSTEM'S TURBOCHARGER REPLACEMENT

PURPOSE: To ensure compliance with Kelly Aerospace Power System's Service Bulletin No. 027

COMPLIANCE: Compliance is Mandatory. Issuance of a Federal Aviation Administration (FAA) Airworthiness Directive (AD) is expected on this subject.

MODELS AFFECTED: TSIO- 520-BE; TSIO-550-A,B,C,E and G

MSB07-4


Aktuelles von Freitag, 06.07.2007

Brunch bei der Firma Phillip Bethke
Porta-Air-Service, Porta Westfalica, EDVY
ehemals LTB Hans Kaiser

+ Jahreshauptversammlung 2007

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Malibu-Mirage Freunde und Mitglieder,

seit dem 01.03.2007 liegt die Leitung des LTB Hans Kaiser in Porta Westfalica in neuen Händen.

Das seit 1965 bekannte Unternehmen wird jetzt vom neuen Inhaber Phillip Bethke geführt.

Auf Einladung der Firma Phillip Bethke Porta- Air- Service veranstalten wir wieder einmal ein Fliegertreffen für alle PA46 Enthusiasten und solche, die es einmal werden wollen. Dieses Treffen findet dank freundlicher Unterstützung der Firma Phillip Bethke Porta-Air-Service in deren Räumen statt.

Ort und Termin : Porta Westfalica, EDVY am 15. September 2007 ab 11:30 Uhr

Unsere diesjährige Mitglieder-Hauptversammlung beginnt um 10:30 Uhr.

Die Experten der Firma Phillip Bethke Porta-Air-Service stehen uns an diesem Tag exklusiv zu ausführlichen Fachgesprächen zur Verfügung. Es gibt eine breite Palette an News und Facts, viele Neuheiten im Bereich Zubehör und Ausrüstung, sowie Vorführungen und Praxis-Tipps. Selbstverständlich gibt es auch ein adäquates Catering und eine beeindruckende Präsentation zahlreicher PA46, von der Malibu über Mirages bis hin zu den Turbinen.
Tagesordnungspunkte unserer Mitglieder-Hauptversammlung sowie Programm erhalten Sie in Kürze.

Bitte merken Sie den Termin vor: Samstag, 15. September 2007

Wir freuen uns auf einen schönen Tag mit Ihnen und verbleiben
mit besten Fliegergrüßen herzlichst Ihre
Malibu-Mirage Interessengemeinschaft

Für den Vorstand
Wilhelm Schröer


Aktuelles von Freitag, 09.02.2007

Sicherheitsseminar in Rom von Donnerstag, 26. Juli - Samstag, 28. Juli 2007
Offizielle MMOPA and MMS & TF Einladung

Liebe Mitglieder,

wie Ihnen bereits mitgeteilt, hat die amerikanische MMS & TF Malibu/Mirage Safety & Training Foundation (Malibu/Mirage Sicherheits- & Training-Stiftung) und die MMOPA ihre europäischen Fliegerfreunde der MMIG46 zu einem Seminar in Rom eingeladen.

Das Seminar findet statt von Donnerstag, 26. Juli bis zum Samstag, 28. Juli 2007

Teilnahmegebühr: $ 349 pro Person.

Die MMS & TF bittet jetzt um Anmeldungen!

Die Anmeldungen müssen bis spätestens 1. März 2007 eingegangen sein.

Im Anhang finden Sie das Anmeldeformular. Bitte faxen oder mailen Sie es an die angegebene Adresse und senden mir eine kurze Info über Ihre Teilnahme, damit auch wir entsprechend disponieren können.

Der Teilnahmebeitrag beinhaltet KEINE Hotelkosten. Sobald die Teilnehmeranzahl feststeht, wird die MMS & TF die Hotelzimmer reservieren. Voraussichtlich werden wir in dem gleichen Hotel untergebracht wie unsere amerikanische Freunde.

Die meisten Amerikaner, (die entweder mit den eigenen Malibus anreisen oder mit der Linie) werden schon am Sonntag, 22. Juli anreisen. Bis heute verzeichnet die MMS & TF mehr als 25 Anmeldungen ihrer Mitglieder und die Zahl steigt.

Es werden verschiedene Sightseeing-Tours organisiert, siehe Anmeldeformular!

Die MMOPA ist die amerikanische Interessengemeinschaft der Malibuflieger. Die Einladung von der MMS & TF an uns ist nicht nur eine Gelegenheit, sehr viel über Sicherheit und Wartung zu erfahren, sondern auch eine, um Kontakte zu knüpfen, auf persönlicher Ebene, wie auch auf Vereinsebene. Es wäre schön, wenn möglichst viele unserer Mitglieder diese Gelegenheit wahrnehmen würden.

John Mariani, der Sicherheitsbeauftragter der MMOPA und einer der Dozenten in Rom, schreibt mir, wie sehr er sich freut, uns kennen zu lernen.

Das Seminar selbst findet im italienischem Air Force Museum in Vigna die Valle in der Nähe von Bracciano statt. Dieses Museum ist Weltklasse. Es steht auf dem Gelände der italienischen Luftwaffe. Somit bietet uns das Seminar auch eine großartige Gelegenheit, dieses einmalige Museum zu besuchen.

Unsere Gastgeber wünschen ein positives Event nicht nur für ihre Mitglieder sondern auch für ihr Freunde, ob sie aus den Staaten oder Europa kommen-
das Ziel der MMS & TF ist die Förderung von SICHERHEIT !

As always - Safe flying!
Für den Vorstand
Wilhelm Schröer

Programm
Anmeldefax


Aktuelles von Freitag, 19.01.2007

PA46 Seminar in Rom von Donnerstag, 26. Juli - Samstag 28. Juli 2007

Liebe Mitglieder,

in Zusammenarbeit mit der MMOPA veranstalten wir ein internationales PA46 Seminar in Rom, zu dem auch viele PA46 Piloten aus den USA erwartet werden.

Erstklassige Referenten haben zugesagt:

Kevin Meed: Maintenance Issues of PA46
John Mariani: Safety Issues & Systems Revieuw of PA46

Kevin Meed, der "Malibu Papst" aus den USA, mit der größten Erfahrung von der PA46, hat die meisten Malibus der USA in der Wartung.

John Mariani ist Italo-Amerikaner und Dipl.Ing. Flugzeugbau. Er hat Anfang der 80er Jahre als Angestellter von Piper im Team von Jim Griswood an der Entwicklung der Malibu mitgearbeitet. John Mariani hat sich dann später in Richtung Malibu Einweisung - Training - Überführungsflüge verändert. Er hat von der amerikanischen MMOPA das offizielle Mandat für die Sicherheitslehrgänge im Rahmen der MMSF ( Malibu Mirage Safety Foundation ).

Diese Lehrgänge werden aus Spendengeldern so deutlich gesponsert, dass sie eben nur noch 349 USD kosten. Das Seminar in Rom wird die erste Ex-USA Veranstaltung sein.

Bei Interesse melden Sie sich bitte umgehend unter meiner e-mail Anschrift an, damit wir disponieren können.

Freundliche Grüße and only happy landings

Für den Vorstand
Wilhelm Schröer

zum PDF


Aktuelles von Samstag, 9.12.2006

Untersuchungsbericht veröffentlicht

Der Untersuchungsbericht über den Unfall des Flugzeugs Piper PA-46-350P, D-EMDB vom 7.April 2004 beim Anflug auf den Flughafen Samedan (Schweiz) wurde heute vom Büro für Flugunfalluntersuchungen (BFU) veröffentlicht.

zum Bericht


Aktuelles von Dienstag, 6.12.2006

Pilot hatte kein Tankgeld dabei

Die dramatische Notlandung eines Kleinflugzeuges auf der A 52 vor knapp zwei Wochen - jetzt ist die Ursache geklärt. Der Pilot der Propellermaschine hatte beim Auftanken festgestellt, dass er keine Kreditkarte dabei hatte und verzichete deshalb aufs Volltanken. Wegen Spritmangels musste er notlanden. Dabei wurden zwei Menschen schwer und fünf leicht verletzt.

Wie die Flugunfall-Untersuchungsstelle beim Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig mitteilte, hat der 46-jährige Pilot in Berlin nur für den Wert seines verbliebenen Bargelds getankt. "Er hat sein Geld zusammengekratzt, aber ganz offenbar hat es nicht gereicht", sagte Unfall-Ermittler Klaus Büttner.

Dies sei auf jeden Fall ein bußgeldpflichtiger Tatbestand. Ob das nachlässige Auftanken auch strafrechtlich relevant ist, ermittelt derzeit die Essener Staatsanwaltschaft.

Die zweimotorige Propellermaschine hatte kurz vor Erreichen des Flughafens Essen-Mülheim auf der voll befahrenen Autobahn aufgesetzt und war zerbrochen. Das Flugzeug war dabei direkt auf der Motorhaube eines Autos gelandet und hatte sich mit dem Wagen verkeilt.

Vor der Bruchlandung hatte das Flugzeug Aufbauten einer Brücke gestreift. Die Autobahn 52 Düsseldorf-Essen war nach dem Unglück fast acht Stunden in beiden Richtungen gesperrt. Der Sachschaden belief sich nach Schätzungen der Polizei auf rund 350.000 Euro.

Quelle: www.bbv-net.de


Aktuelles von Montag, 6.11.2006

ADIZ Twist in PA-46 Crash

Pilot chat rooms are lighting up with speculation over the involvement of an apparent ADIZ violation in the crash of a Piper PA-46 near Tipton Airport in Maryland that killed two people last Thursday. The airplane appears to be a JetProp conversion, although the FAA registry lists it as a piston-powered Malibu. So far, the authorities are only saying that the aircraft, owned by Daniel L. Eberhardt, the CEO of a plastic recycling company in Illinois, crashed shortly after takeoff and burned in a wooded area near the airport. However, the recording of an exchange between the pilot of the aircraft and air traffic control indicates the aircraft had been ordered to land "immediately" after allegedly violating the Washington Air Defense Identification Zone (ADIZ). Tipton has a 3,000-foot runway that was once an army airfield. It is well within the ADIZ and is bordered by part of Fort Meade, the National Security Agency and a wildlife refuge. The federal government closed the airport in 1995 but it was transferred to local authorities and reopened in 1999. According to The Baltimore Sun, the airport has become a popular GA destination for people doing business in the Washington area.

ADIZ Violation Warning Preceded Crash

On the ATC recording, which was obtained from LiveATC.net, a pilot using the registration number (N9130N) of the accident airplane asks for an in-flight IFR clearance. The controller responds by asking the pilot if his transponder is set to 1200, to which the pilot replies in the affirmative. "You're violating the ADIZ, you need to land at Tipton immediately," the controller says. All aircraft operating in the ADIZ are required to transmit a discrete transponder code, which is obtained either before takeoff or when getting clearance into the zone. Under the FAA's zero-tolerance policy for ADIZ violations, the pilot was facing disciplinary action of some sort for the error but the controller offered some hope that all that unpleasantness might be avoided. The detailed investigation of the accident is almost certain to probe whether the pilot, in reaching for that dangled carrot, lost control of the aircraft.
Tipton has a 3,000-foot runway that was once an army airfield. It is well within the ADIZ and is bordered by part of Fort Meade, the National Security Agency and a wildlife refuge. The federal government closed the airport in 1995 but it was transferred to local authorities and reopened in 1999. According to The Baltimore Sun, the airport has become a popular GA destination for people doing business in the Washington area.


Aktuelles von Freitag, 06.10.2006

Aktie des Flugzeugmotorenherstellers Thielert brach nach Strafanzeige um mehr als 40 Prozent ein.
Quelle: FAZ vom 6.10.2006 - Chart des Tages

"Die Aktie des Flugzeugmotorenherstellers Thielert ist am Donnerstag in der Spitze um mehr als 40 Prozent eingebrochen. Als Grund für den Kursrutsch nannten Händler Gerüchte, wonach eine Strafanzeige gegen das Unternehmen gestellt worden sei. Nach Angaben der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) wird Thielert hierin Urkundenfälschung, Bilanzbetrug sowie Prospekt-und Kapitalanlagebetrug vorgeworfen. Den Verantwortlichen der Gesellschaft werde in der insgesamt 72 Seiten umfassenden Anzeige vorgeworfen, in den vergangenen Jahren durch fiktive Umsätze und Aktivierung von Forderunen eine falsche und deutlich zu positive Unternehmensdarstellung erzeugt zu haben. Den Banken, die das Unternehmen 2005 finanziert hätten, seien zu hohe Liquiditätseingänge in Aussicht gestellt worden. Thielert wies unterdessen die Betrugsvorwürfe "vollumfänglich und schärfstens" zurück. Das Unternehmen habe nun seinerseits Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Thielert war im November 2005 an die Börse gegangen. Die Aktien waren zu 13,50 Euro ausgegeben worden. Am Donnerstag nachmittag lag der Aktienkurs in einem insgesamt positiven Marktumfeld mit 23 Prozent im Minus bei 18 Euro. Die zeitweilige Handelsaussetzung der im S-Dax notierten Thielert Aktie geschah nach Auskunft der Deutschen Börse nur aufgrund eines technischen Ausfalls." (kpa.)


Aktuelles von Donnerstag, 05.10.2006

Thielert-Aktie stürzt ab
Quelle: FAZ vom 5.10.2006 - Analysen & Hintergründe - Maschinenbau

Die Aktie des Flugzeugmotorenherstellers Thielert ist am Donnerstag im waren Wortsinne abgestürzt: Am frühen Nachmittag lag das im SDax notierte Papier 39,7 Prozent im Minus bei 14,40 Euro (Isin DE0006052079). Später erholte sich die Aktie etwas, gegen 16.50 Uhr betrug das Minus nur noch 24,2 Prozent.

Aktionärsschützer schlagen Alarm: "Obwohl Thielert ohne Zweifel innovative Flugzeugmotoren mit hohem Marktpotential herstellt, rät die SdK Anlegern, Abstand von der Aktie zu halten", warnt die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). Ein "Totalverlust des Investments" drohe, sollten sich die in einer Strafanzeige aufgestellten Behauptungen bewahrheiten.

Vorwürfe: Urkundenfälschung und Bilanzbetrug

Was war passiert? Der SdK ist eine Strafanzeige zugegangen, die wohl auch den Staatsanwaltschaften Hamburg und Chemnitz zugestellt wurde. In der Anzeige würde Managern des Flugzeugmotorenbauers Urkundenfälschung, Bilanzbetrug sowie Prospekt- und Kapitalanlagenbetrug vorgeworfen. "Der Verfasser der insgesamt 72 Seiten umfassenden Anzeige hatte offenbar Zugang zu Kreditverträgen, Liquiditätsplanungen und vertraulichen Prüfungsunterlagen der BDO Deutsche Warentreuhand AG. Diese Unterlagen hat er der Anzeige in Form kopierter Originale beigelegt", schreibt die SdK. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat den Eingang einer Strafanzeige inzwischen bestätigt.

Durch fiktive Umsätze und die Aktivierung von Forderungen hätten die Verantwortlichen in den vergangenen Jahren eine falsche und deutlich zu positive Unternehmensdarstellung erzeugt. "Kongret werden in der Anzeige zahlreiche Forderungen aufgeführt, die zum 31. Dezember 2004 bilanziert worden sind, aber deren Werthaltigkeit zweifelhaft sein soll", so die Aktionärsschützer. Thielert wies die Vorwürfe am Donerstag nachmitag zurück.

Sonderprüfung abgebrochen

In der Anzeige werde Thielert vorgeworfen, den Banken hohe Liquiditätseingänge in Aussicht gestellt zu haben, die dann aber immer wieder verschoben wurden. Eine im April 2005 durch die kreditgebenden Banken veranlaßte "Sonderprüfung der Debitoren und Forderungen" kam nach Angabe des Anzeigeerstatters am 27. Mai zu dem Zwischenergebnis, daß von 37 angeforderten Saldenbestätigungen lediglich zwei vorgelegt wurden.

Von den zu prüfenden 21 Millionen Euro Forderungsbestand konnten nur 7.366 Euro, also gerade mal 0,03 Prozent, durch beantwortete Saldenbestätigungen positiv festgestellt werden. "Trotz dieses alarmierenden Ergebnisses wurden von den Sonderprüfern offensichtlich keine weiteren Maßnahmen oder Prüfungen vorgenommen", so die SdK.

Vorstandschef: Vorwürfe sind "plump und falsch"

Der Vorstandsvorsitzende Frank Thielert bezeichnete die Vorwürfe gegenüber der SdK als "plump und falsch". Die Sonderprüfung sei deshalb abgebrochen worden, weil das vorgelegte Zwischenergebnis vom 27. Mai ausreichend Transparenz für die Banken geschaffen habe und man weitere Kosten der Prüfung vermeiden wollte. "Thielert behauptet zwar, daß inzwischen ein Großteil der teilweise seit 2003 offenen Forderungen in Millionenhöhe beglichen sei, blieb die konkreten Auskünfte und Belege aber schuldig", schreiben die Aktionärsschützer.

Zu zehn Kundenforderungen von insgesamt 13 Millionen Euro habe Thielert zuerst behauptet, daß lediglich 17 Prozent, also 2,2 Millionen, noch offen seien und es bisher noch nicht zu Ausfällen gekommen sei. Auf Nachfrage habe sich aber herausgestellt, daß 7,5 Millionen noch offen sind und davon bereits 3,8 Millionen wertberichtigt wurden. Eine Forderung in Höhe von 500.000 Euro sei komplett abgeschrieben worden.

"Der Fall erinnert an Comroad"

Thielert hat der SdK zufolge allerdings eine Erklärung für die in Umlauf gekommenen hochbrisanten Papiere: Hedge Fonds hätten die Aktie leerverkauft und wollten jetzt von einem Kurssturz profitieren. Die Thielert AG habe daher inzwischen selbst Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt und die Finanzaufsicht Bafin informiert. "Die Tatsache, daß das Unternehmen anscheinend große Mühe hat, die Vorwürfe zu entkräften, sich dafür aber um so schneller als Opfer von Hedge Fonds identifiziert, erinnert an FJH, Comroad der MLP", schreibt die SdK. "Die Gesellschaften argumentierten ähnlich und mußten später jedoch ihre höchst aggressive und teilweise kriminelle Bilanzierung zugeben".

                 

Thielert: "Falsche und schädliche Behauptungen"

"Die Thielert AG weist die heute durch die SdK verbreiteten Betrugsvorwürfe vollumfänglich und schärfstens zurück", heißt es in einer am Donnerstag nachmittag verbreiteten Ad-hoc-Mitteilung der Gesellschaft. Das Unternehmen habe inzwischen Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt und werde "sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diese falschen und schädlichen Behauptungen zur Wehr setzen".

Die Behauptung der SdK, daß es eine Einzelwerberichtigung von 3.8 Millionen Euro gegeben habe, sei falsch. "Die Bilanzen sind nicht nur im Rahmen unserer Jahresabschlüsse durch Wirtschaftsprüfer testiert worden, sondern auch bei der Erstellung des Prospektes für unseren Börsengang nochmals nach strengen Maßstäben überprüft worden", heißt es weiter. "Auch ein Gutachten im Zusammenhang mit dem betreffenden Betriebsmittelkredit kam zu völlig unproplematischen Ergebnissen".

Bilanzrelationen entwickeln sich "ungewöhnlich"

Die Aktionärsschützer werten auch die Entwicklung der veröffentlichten Bilanzrelationen als "ungewöhnlich" und "beunruhigend". Der Unsatz stieg von 24,2 Millionen Euro 2004 auf 37,6 Millionen Euro 2005, die bilanzierten Forderungen nahmen jedoch auch von 24 auf sogar 45,3 Millionen Euro zu. "Und das, obwohl die in der Sonderprüfung untersuchten Forderungen in Höhe von 21 Millionen angeblich schon "größtenteils" beglichen waren", so die SdK.

Im Halbjahresbericht zum 30, Juni 2006 wird die Höhe des Forderungsbestands nicht einzeln ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte betrugen jedoch 67,4 Millionen Euro. Darin müßten liquide Mittel von 13,2 Millionen Euro enthalten sein, womit die Forderungen mehr als 50 Millionen ausmachen dürften.

Negativer Cashflow im operativen Geschäft

Thielert meldete bisher stets ein positives Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit). 2005 zum Beispiel ist das Ebit Unternehmensangaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 51 Prozent auf 13,1 Millionen Euro gestiegen. Nach dem ersten Halbjahr 2006 betrug das Ebit 7,1 Millionen Euro, in der Vorjahresperiode waren es noch 4,9 Millionen Euro gewesen.

Auffällig ist aber der nagative Cashflow im operatien Geschäft: Die "Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit", wie es in der Konzern-Kapitalflußrechnung heißt, beliefen sich auf minus 5,4 millionen Euro 2004 und minus 11,1 Millionen Euro 2005. Nach dem ersten Halbjahr 2006 standen beim operativen Cashflow sogar minus 14,4 Millionen Euro in den Büchern. Deshalb mußte Thielert auch, obwohl dem Unternehmen erst zum Börsengang in November 2005 rund 62 Millionen Euro zugeflossen sind, im Mai 2006 "weitere 20 Millionen Euro in Form eines Schuldscheindarlehens aufnehmen", so die SdK.

Jetzt bleib abzuwarten, ob Thielert die Vorwürfe entkräften kann. Ambitioniert bewertet war die Aktie ohnehin schon immer: Analysten trauen dem unternehmen im Schnitt 2006 einen Gewinn je Aktie von 63 Cent und 2007 von 1,01 Euro zu. Zum Kurshoch im Mai dieses Jahres bei 27,49 Euro war die Aktie also mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)von mehr als 40 für das laufende Jahr bewertet. Derzeit beträgt das KGV immer noch 22,9. Dabei erscheint immer fraglicher, ob Thielert die erwarteten Ergebnisse liefern kann.


Aktuelles von Mittwoch, 09.08.2006

Linienflugzeug landete in falscher Stadt
Sevilla statt Santiago de Compostela angesteuert

Zwei Städteflüge zum Preis von einem - das erlebten - nicht freiwillig - die Passagiere der Spanair.

Ziel verfehlt: Der Pilot einer Linienmaschine hat sich auf einem spanischen Inlandsflug in der Richtung geirrt und seine Passagiere in eine falsche Stadt gebracht. Die Maschine der Fluggesellschaft Spanair flog von Barcelona nicht wie geplant nach Santiago de Compostela in Nordwest-Spanien, sondern nach Sevilla im Süden. Beide Städte liegen etwa 700 Kilometer Luftlinie auseinander.

Irrtum. Die Fluggesellschaft Spanair erklärte den Irrtum nach Presseberichten vom Dienstag damit, dass die aus Schweden stammende Besatzung der Maschine die Kürzel der Flughäfen verwechselt habe. Santiago hat den Code SCQ, Sevilla SVQ. Spanair hatte das Flugzeug mitsamt der Besatzung bei der Partnergesellschaft Nordic Airways in Schweden geleast.

Verwirrung. Dass der Pilot und die Besatzung kein Spanisch sprachen, habe ebenfalls zur Verwirrung beigetragen, hieß es. Die 95 Passagiere machten bei der Ankunft große Augen. Einige hatten sich schon während des Flugs darüber gewundert, dass die Maschine auf der Route von Barcelona in Richtung Westen das Mittelmeer überflog. Nachdem der Irrtum aufgeklärt war, brachte das Flugzeug die Reisenden von Sevilla zu ihrem Ziel nach Santiago.


Aktuelles von Donnerstag, 29.06.2006

Fußballweltmeisterschaft ? Airport slot für Airport Berlin u.a. oder Strafandrohung bis zu 50.000 EUR

Folgendes Fax erhielt ein Mitglied vor dem Abflug in Dubrovnik:

No match has been found between your flight plan ?????. and an airport slot.

Cause:
No airport slot found.

Given the special situation at coordinated airports during the football world championships in Germany all airlines have been informed about.

We strongly recommend altering your flight plan. In case you proceed following your flight plan you are herewith informed that you violate council regulation 95/93 (EWG) and therefore your flight risks either not to be accepted at destination or be subject to a heavy fine of up to 50.000 EUR.

Operators of state aircraft and operators which are exempted from the obligation to request an airport slot (e.g. ambulance flights) may ignore this message.

This massage is generated automatically. Replies are not processed. In case of questions pls. contact airport coordinator Germany. Coordination and slot monitoring.. ATFN EDDFYHYX, SITA FRAZRXH.

Distribution list
Via AFTN
EDDZYOYD EBBDCFMU EDDFYHYX LDDUZPZX


Aktuelles von Mittwoch, 28.06.2006

Neue Wege zur Anerkennung steuerlicher Verluste beim Betrieb von Luftfahrzeugen

von
Dr. iur. Henning Huffer, Karlsruhe
Rechtsanwalt/Linienpilot
www.henning-huffer.de

Die Luftfahrt zählt zu den Branchen, in denen es nicht eben einfach ist, profitabel zu arbeiten. Gelingt dies, verlangt der Fiskus seinen Anteil. Ist das Betriebsergebnis negativ und bleibt dies einige Jahre so, wird die gewerbliche Ausrichtung der Tätigkeit angezweifelt. Das Finanzamt wittert ein sog. Hobby. Anschaffung und Betrieb des Flugzeugs sollen nicht wirklich der Gewinnerzielung dienen, sondern von Motiven geleitet sein, die der allgemeinen Lebensführung, sprich der Liebhaberei zugehören.

zum Artikel


Aktuelles von Montag, 6.3.2006

EINLADUNG
zum 2. Europäischen Fliegertreffen der JetProp Flieger
als auch
Technischer Erfahrungsaustausch für alle Malibu-, Meridian- und JetProp Flieger, zu Gast bei Smets Aviation Service mit Referent Darwin Conrad (JetProp CEO)

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Malibu Mirage Freunde und Mitglieder

fast schon einer guten Tradition folgend veranstalten wir wieder einmal ein Fliegertreffen für alle PA46 Enthusiasten und solche, die es einmal werden wollen.

Nach dem erfolgreichen Treffen im letzen Jahr bei Piloten-Service Robert Rieger in Straubing sind wir sehr erfreut über die Einladung der Firma Smets Aviation Service in Genk EBZW (Belgien). Dieses Treffen findet dank freundlicher Unterstützung in deren Räumen statt.

Ort und Termin : Genk EBZW am Freitag, 12. Mai 2006 ab 13:00 Uhr
bis Samstag, 13. Mai, Option: bis Sonntag, 14. Mai

Die Experten der Firma Smets Aviation Service sowie Darwin Conrad, der speziell zu diesem Treffen anreist, stehen uns an diesem Tag exklusiv zu ausführlichen Fachgesprächen zur Verfügung.

Für viele von Ihnen wird es eine einmalige Gelegenheit sein, mit Experten und Fliegerkollegen über die Malibu, JetProp und Meridian zu diskutieren.

Es gibt eine breite Palette an News und Facts, viele Neuheiten im Bereich Zubehör und Ausrüstung sowie Vorführungen und Praxis - Tips.

Selbstverständlich gibt es auch ein adäquates Catering und ein beeindruckendes Display zahlreicher PA46, von der Malibu über Mirage bis hin zu den Turbinen, JetProp und Meridian.

Das Programm ist in Vorbereitung. Nach Fertigstellung erhalten Sie es umgehend zusammen mit der Anmeldung.

Wir werden die Hotelreservierung für Sie vornehmen und freuen uns darauf 1 oder 2 schöne Tage und Abende mit Ihnen zu verbringen, Erfahrungen auszutauschen bei einem exzellenten belgischen Dinner mit einem guten Glas Wein (oder einem der hundert verfügbaren belgischen Biere).

Wir freuen uns auf ein schönes Wochenende mit Ihnen und verbleiben

mit besten Fliegergrüßen herzlichst Ihre

Malibu-Mirage Interessengemeinschaft
Für den Vorstand

Wilhelm Schröer


Aktuelles von Mittwoch, 15.2.2006
Luftsicherheitsgesetz verstößt gegen das Grundgesetz
von Wilhelm Schröer

Der Bundesgerichtshof hat soeben entschieden:

Das umstrittene Luftsicherheitsgesetz verstößt gegen das Grundgesetz und ist ungültig.

Die Befugnis zum Abschuß entführter Luftfahrzeuge ist nichtig.
Der Staat darf keine unschuldigen Menschen töten!

Bundespräsident Köhler hatte seinerzeit starke Bedenken gegen das Luftsicherheitsgesetz und eine Überprüfung durch die Karlsruher Richter empfohlen.


Aktuelles von Freitag, 3.2.2006
Flugzeugfenster bricht - Notlandung auf Bozner Flughafen
von Wilhelm Schröer

Der geplante Nachhauseflug von Venedig nach Schwäbisch Hall endete Freitag Vormittag für Udo Illig, Pilot eines Kleinflugzeuges, mit einer Notlandung auf dem Bozner Flughafen, nachdem eines der Fenster im Flugzeug des Typs Piper PA46 in sechs Kilometern Flughöhe gebrochen war.

?Auf 18.000 Fuß ist plötzlich das Fenster auf meiner Seite des Flugzeuges gebrochen und ich saß auf einmal im Freien?, erklärt der Pilot des Flugzeuges gegenüber Südtirol Online in einer ersten Stellungnahme. Pilot Illig bat umgehend um Notlandung auf dem Bozner Flughafen, wo die nötigen Maßnamen für die Notlandung eingeleitet wurden.

?In dieser Höhe waren es minus 20 Grad. Das ist ganz schön kalt, irrsinnig laut und man kann fast nicht mehr sprechen. Da war ich nur froh, dass ein Flughafen in der Nähe war?, beschreibt der Pilot die Situation im Flugzeug. Nach Angaben des Piloten ist der Grund für den Bruch der Scheibe höchstwahrscheinlich ein Materialfehler des Flugzeugherstellers.

Der Pilot und ein zweiter Passagier des Flugzeuges blieben unverletzt. Im Einsatz war die Berufsfeuerwehr von Bozen. Die genaue Ursache für den Bruch der Scheibe steht noch nicht fest.

Quelle: Südtirol Online-Nachrichten


Aktuelles von Dienstag, 20.12.2005
Terror Hysterie über Deutschland, vier Abfangjäger im Einsatz!
von Wilhelm Schröer

Überschall-Knall ließ die Wände wackeln

Phantom: Abfangjäger verfolgten Passagierjet. Funkkontakt der Maschine war abgebrochen. Auf Anordnung des Bundesinnenministeriums stiegen Kampfjets im ostfriesischen Wittmund auf. Im Kreis klirrten Fensterscheiben, und Fußböden bebten.
Von Horst Wisser Kreis Segeberg erschienen am 19. Dezember 2005

Eine dramatische Verfolgungsjagd in der Luft hat die Bewohner des nördlichen Hamburger Umlandes am Wochenende in Angst und Schrecken versetzt. Vier Abfangjäger der Bundeswehr und der dänischen Streitkräfte verfolgten am Freitag abend eine halbe Stunde lang ein schwedisches Passagierflugzeug, das in Höhe von Maastricht plötzlich keinen Funkkontakt mehr hatte.

Dabei durchbrachen die beiden deutschen Düsenjets vom Typ F-4F Phantom II, die im ostfriesischen Wittmund gestartet waren, gegen 21.40 Uhr im Raum Quickborn, Ellerau, Henstedt-Ulzburg, Kisdorf, Wakendorf II, Hüttblek die Schallmauer und erzeugten einen doppelten Überschall-Knall. Fensterscheiben klirrten, Fußböden bebten, Wände wackelten.

Zahlreiche schockierte Bürger, von denen viele gerade vor dem Fernseher saßen, rannten ins Freie, auf Balkone oder Terrassen und hörten gerade noch abklingende Flugzeuggeräusche in größerer Höhe. Terroristen oder Entführer an Bord der schwedischen Maschine, die sich auf einem Flug von Zürich nach Stockholm befand? Gegen 21 Uhr kam von der Flugkontrolle Eurocontrol in Maastricht die Nachricht an den Hamburger Tower: Es gibt keinen Funkkontakt mehr. Die Bundesluftwaffe handelte unverzüglich und setzte auf Anordnung des Bundesinnenministeriums zwei Abfangjäger vom Jagdgeschwader 71 Richthofen in Wittmund 28 Minuten später in Richtung Hamburg zur Verfolgung an.

Die Jagd ging quer über Schleswig-Holstein und endete erst 19 Kilometer vor Schleswig. Da war der Funkkontakt plötzlich wiederhergestellt. Warum er ausgefallen war? Darauf hatten deutsche Behörden bis zum Wochenende noch keine Antwort. In den Polizei-Dienststellen von Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg und in der Einsatzzentrale Bad Segeberg hagelte es Anrufe von betroffenen Bürgern. Spekulationen schossen ins Kraut: Detonation, Meteorit, Erdbeben oder Überschall-Knall? Die Ordnungshüter hatten noch keine Antwort.

Erst im Laufe des Sonnabends wurden sie über den Sondereinsatz der Luftwaffe informiert. "Fensterscheiben und Türen zitterten und vibrierten sekundenlang", betont Elleraus Wehrführer Gerhard Streck, der am Sonntag morgen nachdem er von der Norderstedter Zeitung informiert worden war, sofort Bürgermeister und Bürgervorsteher in Kenntnis setzte.

Im Seniorenheim Am Bummelstieg in Wakendorf II ging der Pfleger, der Nachtwache hatte, von einer Explosion in der Nachbarschaft aus: "Ich habe gezittert, und unsere Hausbewohner hatten Angst. Viele haben den Zweiten Weltkrieg noch miterlebt", sagte er im Gespräch mit der Norderstedter Zeitung. "Wir waren ganz schön betroffen", so Margot Scheelke, Inhaberin von "Hotel und Restaurant Scheelke" in Henstedt-Ulzburg, wo gerade eine Gesellschaft gastierte. Nur auf der Kegelbahn habe man's locker genommen. "Knallen die da schon für Silvester?" wurde geulkt. Auf der Reitanlage Alsterquelle im Ortsteil Rhen passierte glücklicherweise nichts. "Die Pferde sind ruhig geblieben", sagte der Chef, Bodo Chromik. "Die Menschen waren aufgeregter als die Tiere." "Ich dachte, eine der großen Kastanien ist auf unser Haus gefallen", schilderte Klaus Lewin die Situation im Ortsteil Götzberg. "Als ich alles begutachtet hatte, war mir klar: Das konnte nur ein Überschall-Flugzeug gewesen sein."


Aktuelles von Mittwoch, 7.12.2005
Thielert Umrüstung für die PA46, z.Zt. ja oder nein?
von Wilhelm Schröer

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Malibu-Mirage Freunde,

es ist ein heiss diskutiertes, durchaus emotionalisiertes Thema : Thielert Umrüstung für die PA46 ja oder nein ?

Wäre es technisch machbar, wenn ja, wäre es wirtschaftlich sinnvoll und - gäbe es einen Markt für so ein Projekt ?

Seit Ende 2000 beschäftigen wir uns im Vorstand mit diesem Thema, es hat immer wieder neue Erkenntnisse und Ansätze gegeben, zuletzt haben wir beim Brunch in Straubing mit Vertetern der Firmen Thielert, Rieger und Mühlbauer das ganze Projekt eingehend diskutiert. Zwischenzeitlich haben wir aus Insiderkreisen erfahren, dass sogar die Firma JetProp sich mit der Machbarkeitsfrage beschäftigt hat und im Werk bei Thielert sich vor Ort direkt informiert hat. An dieser Stelle resümieren wir den Stand der Sachlage. Die Firma Thielert selbst wird in keinster Weise ein PA46 Projekt wirtschaftlich unterstützen, diese wird gegen Bezahlung Motoren und Entwicklungsdiensleistung liefern, mehr nicht.

Die Philosophie ist in diesem Punkt eindeutig : Thielert ist Motorenlieferant und sieht sich mangels Wettbewerb in der Position des Marktführers. Wenn man also von Thielert beliefert werden will, muss man vollumfänglich zahlen, eine Art Markteintritts - Incentive oder Anschubfinanzierung hat man nicht nötig.

Bleibt die finanzielle Frage, mit der sich die Firmen Rieger und Mühlbauer beschäftigt haben. Eine reine MACHBARKEITSSTUDIE liegt um 50.000 EUR, Geld was zu investieren wäre, um im Vorfeld die notwendigen Fragen wie Auswirkungen auf Performance, Änderungen an der Zelle etc. zu beantworten. Das müsste und sollte vor einem Projektstart investiert werden ( derzeit ist niemand bereit, diese Vorleistung unentgeltlich zu übernehmen ). Sollte am Ende die Realisierbarkeit gegeben sein, belaufen sich die Angebote für ein komplettes STC Verfahren auf 500.000 EUR - unter der Voraussetzung, dass ein Flugzeug für ca. ein Jahr im Rahmen des Ersteinbaues zur Verfügung gestellt wird. Diese Kosten zusammen mit den Kosten für Motor, Kühler, Propeller und Anbauteile etc. ergeben dann Endpreise von 150.000 - 200.000 EUR für einen kompletten Thielert Umbau. Wenn er denn funktioniert und gewichtsmässig machbar wäre.

An diesem Punkt fehlen die Fakten. Während der 310 PS Thielert Motor nun einige Platzrunden in der Duke geflogen ist, wartet man auf den 350 PS Motor. Praktische Erfahrungen in beiden Fällen faktisch gleich Null.

Offen sind noch die Fragen nach der Integration der diversen Kühler (insgesamt werden nicht weniger als 8 Kühler für Ladeluft, Motor - und Getriebeöl sowie Kühlmittel gebraucht ). Offen ist auch noch die Frage nach der Anbindung der Kompressoren für Druckkabine und Klimaanlage.

Während der Basismotor von Thielert ca. 275kg wiegt ( .. ein vergleichbarer Continental wiegt ca. 220kg ) geht man bei JetProp davon aus, dass ein fertig auskonfigurierter Thielert Motor am Ende zwischen 350 und 400 kg wiegt - ein absolutes " No way " Item somit. Nach Berechnungen von Jetprop müsste man dieses Gewicht lastmässig direkt unter Weglassung des kompletten Gepäckraumes an der Zelle aufhängen.

Natürlich sind dem vorgelagert noch die offenen und nicht geklärten Fragen nach Höhenleistung, Standfestigkeit, Wiederstartfähigkeit in grossen Höhen und der thermischen Belastung des Motors.

Wir wissen aus gesicherter Quelle, dass im Duke Projekt neben der mageren Performance insbesondere die Kühlung erhebliche Probleme bereitet. Aufgrund der recht hohen Drehzahlen ist dieses Thema ja bereits schon bei dem kleinen Turbodiesel zu einem "Dauerbrenner" geworden.

Wir haben uns nunmehr darauf verständigt, zeitnah den Fortgang des Duke Projektes zu verfolgen und zunächst abzuwarten, was dort passiert.

Der Vorstand empfiehlt, hier kein doppeltes Lehrgeld zu bezahlen. Nach unserer derzeitigen Einschätzung überwiegen die Probleme für einen Malibu Umbau. Insbesondere das Gewicht der kompletten Einheit ist sicherlich höchst kritisch.

Wir planen im Frühjahr 2006 im Rahmen eines derzeit in Vorbereitung befindlichen Fly Ins Ihnen mit weiteren Informationen und dann hoffentlich auch Erfahrungsberichten zur Verfügung zu stehen. In jedem Falle bitten wir um Ihre Meinung zu diesem Thema und regen hierzu eine hoffentlich aktive Diskussion hier bei uns im Forum an.


Aktuelles von Dienstag, 22.11.2005
PIPER MUSS INNERHALB EINES MONATS ZUM ZWEITEN MAL NOTLANDEN
Quelle: http://www.dolomiten.it

Am Bozner Flugplatz ist am Freitag Morgen gegen 7.30 Uhr eine Privatmaschine notgelandet. Dieselbe Maschine, mit demselben Piloten und demselben Passagier war schon vor rund einem Monat, am 13.Oktober am Bozner Flugplatz notgelandet. Auch heute hatten der Pilot und seine zwei Passagiere großes Glück und blieben unversehrt.

Auch diesmal war die einmotorige Maschine des Typs Piper Malibu PA46310 von Innsbruck kommend nach Cannes (Frankreich) unterwegs.
Über Meran, auf rund 21.000 Fuß Höhe, wies die Maschine plötzlich Probleme auf. Als der Pilot der Maschine dies bemerkte, meldete er sofort dem Bozner Flugplatz die Havarien und beantragte eine Notlandung, die gewährt wurde.  

Am Bozner Flughafen wurden in der Zwischenzeit sofort alle notwendigen Prozeduren eingeleitet. Die Feuerwehr wurde in Alarmbereitschaft versetzt und positionierte sich neben der Landepiste. Das Flugzeug landete wenige Minuten nach dem Notruf, ohne dass die Personen verletzt wurden oder die Piper Schaden erlitt.  

Was genau zu dem Motorschaden geführt hat, muss jetzt eine Untersuchung der Zivilen Luftfahrtbehörde klären. Fest steht, dass der Induktionsschlauch, der Luft der Turbolader zum Motor transportiert, aus der Verankerung gefallen war. Ein Problem, das laut Experten nicht selten auftreten kann.  

Nach der Notlandung am 13. Oktober hatten hingegen Techniker am Flugplatz festgestellt, dass der Motor schwer beschädigt worden war, weil ein Zylinder explodiert war. Die Piper wurde daraufhin von Technikern der Luftfahrtbehörde (ENAC) untersucht.  

Weitere Informationen dazu finden Sie im Technik-Forum der MMIG46 (nur für Mitglieder)


Technische Information, Samstag, 22.10.2005
EINLADUNG zum BRUNCH am Samstag, 22.OKTOBER 2005 bei Pilotenservice Robert Rieger GmbH
von Wilhelm Schröer

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Malibu-Mirage Freunde und Mitglieder,

fast schon einer guten Tradition folgend veranstalten wir wieder einmal ein Fliegertreffen für alle PA46 Enthusiasten und solche, die es einmal werden wollen.

Dieses Treffen findet dank freundlicher Unterstützung der Firma Piloten-Service RIEGER in deren Räumen statt.

Ort und Termin : STRAUBING, bei RIEGER am Samstag, 22.Oktober 2005 ab 11:00 Uhr

Die Rieger Experten stehen uns an diesem Tag exklusiv zu ausführlichen Fachgesprächen zur Verfügung.

Darüberhinaus haben die Firmen MT - Propeller Mühlbauer sowie Avionik Straubing Ihre Unterstützung zugesagt.

Es gibt eine breite Palette an News und Facts, viele Neuheiten im Bereich Zubehör und Ausrüstung sowie Vorführungen und Praxis - Tips.

Selbstverständlich gibt es auch ein adäquates Catering und ein beeindruckendes Display zahlreicher PA46, von der Malibu über Mirages bis hin zu den Turbinen.

Aus Gründen der Planung und Vorbereitung bitten wir um Rückfax des beigefügten Antwortcoupons bis zum 15.Oktober 2005.

Wir freuen uns auf einen schönen Tag mit Ihnen und verbleiben

mit besten Fliegergrüssen herzlichst Ihre

Malibu-Mirage Interessengemeinschaft
Für den Vorstand

Wilhelm Schröer


Aktuelles von Donnerstag, 8.9.2005
Thielert CENTURION V8 für die Malibu ?
von Wilhelm Schröer

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder,

heute informieren wir Sie aktuell über den Fortgang der Diskussion " Thielert V 8 für Malibu ". Wie Sie alle wissen, ist der Vorstand seit 2002 in die unterschiedlichsten Diskussionen zu diesem Thema eingebunden. Während man zunächst bei Thielert die Linie " ... wir liefern den V 8 NUR zur Erstausrüstung, aber NIE für den Retrofit Sektor " vertrat, hat sich bekanntermassen das Projekt des Launch Customers HPA als nicht tragfähig erwiesen. Der immer wieder verschobene Erstflug hat ernüchternde Ergebnisse gebracht, wir haben hier im Forum dazu berichtet. Fakt ist, dass der Diesel Motor ein theoretisch attraktives Wunschtriebwerk wäre und wir wissen auch aus dem Kreis unserer Mitglieder, dass hier ein enormes Interesse besteht. Mithin ein durchaus interessantes Marktpotential. Unter der Beschwernis der HPA Probleme hat man bei Thielert nun den Kurs gewechselt und nachdem in drei Jahren kein OEM Hersteller den Motor eingebaut hat, sich des anfangs ausgegrenzten Retrofit Marktes besonnen.

Nun begab es sich, dass im Mai das Projekt " Diesel - Duke " der Hagensiekers vorgestellt wurde, ein wahrlich exponiertes Projekt, in dem man die solide Technik der Nachkriegs - Duke mit den elektronischen Segnungen heutiger Common Rail Diesel paart, also genetisch gesehen so eine Art Kreuzung zwischen Methusalem und Lance Armstrong ( incl. Additiven in der Benzinleitung ... ). Wenn also Thielerts nun schon in der fliegerischen Steinzeit angekommen sind, warum nicht auch in der Malibu - Neuzeit, so die erneute Frage des Vorstandes,der daraufhin das Thema neuerdings angeschoben hatte.

Hierzu hat es Gespräche mit einer denkbaren Projektgemeinschaft (Mühlbauer - Rieger ) gegeben. Ein erstes Resümee haben wir hier im Forum berichtet und danach unterschiedliche Reaktionen erhalten. Mühlbauer und Rieger sind durchaus interessiert, diesem Projekt näher zu treten, brauchen aber eine gewisse Anzahl optionsbereiter Kunden.

Bevor man das als Aufruf ausbringt, hat sich unser Mitglied Dr.Christian Hollenberg mit diesem Thema befasst und einen offenen Fragenkatalog zum technischen Background erstellt. Aufgrund seiner enormen Sach- und Fachkunde hat Herr Dr.Hollenberg dabei prägnant alle kritischen Punkte erfasst. Wir haben dann die Firma Thielert damit offiziell angeschrieben und um Beantwortung gebeten. Fragen und Antworten finden Sie bitte nachfolgend zusammengefasst.

Wir laden Sie hiermit dazu ein, dieses Thema im Forum unter dem vorhanden Topic intensiv zu diskutieren. Hier gilt, nur über eine breite Öffentlichkeit kann in unserem Sinne etwas in Richtung Antriebsalternativen geschehen, was im Grunde ja unterhalb der JetProp Investition notwendig und wünschenswert wäre. Zum Sachstand CENTURION V8 bleibt festzustellen, dass der Basismotor mit 310 PS seit Ende letzten Jahres zugelassen ist. In der TT62 ist er auch eine erweiterte Platzrunde geflogen. Man hat diesen Motor (Mercedes Benz 420 CDI [OM 629 mit 4.0 Liter]), der im Mercedes Originaleinbau 314 PS leistet dann durch elektronische Massnahmen und grössere Turbolader auf 350 PS hochgepowert. Diese Variante wird in Kürze wohl zugelassen sein. Einem " On dit .. " zufolge wollen gut unterrichtete Kreise wissen, dass dieser Motor in einer High Performance Single Top Secret und Undercover seit einigen Wochen im norddeutschen Luftraum geflogen wird. Wir haben keine Informationen zu Leistungen o.ä.

In einem langem persönlichen Gespräch haben uns die Hagensiekers über den Stand des DUKE Projektes informiert. Es gibt eine 1977er Duke, in der derzeit die beiden Dieselmotoren eingebaut sind. Der Einbau und die weiteren Arbeiten erfolgen am Flughafen MÜNSTER-Osnabrück in einem eigens angemieteten Hangar durch die Fa. Gomolzig. Gomolzig hatte zunächst beabsichtigt, dies in der eigenen Werft in Koblenz zu machen hat dies aber dann aufgrund der nicht hinreichenden Bahnlängen (accelerate stop distance für Zweimots ) aufgegeben. Das Projekt selbst ist durch Lieferverzögerungen beim Motor und behördenseitige Erschwernisse ( man benötigt wohl einen anderen Zulassungs Level für den Umbau einer schweren 2 Mot a la Duke ) ins Stocken geraten, ABER : ab der KW 37 beginnt nun die Bodenerprobung mit statischen Belastungstests, Rollversuchen etc. Die Hagensiekers, die richtig Geld ( auch Investorengeld ) in dieses Projekt investiert haben, sind äusserst optimistisch und bisher zufrieden. Nun ist auch etwas mehr Transparenz bei der Frage gegeben, warum in aller Welt man denn für eine Handvoll europäischer Dukes solch einen Aufwand betreibt - Hagensieker plant zusammen mit Firewall Forward ( US DUKE Motorenspezialist ) die anschliessende Vermarkung und Zulassung auf dem US Markt.

Nach aktuellem Stand der Planung soll die DIESEL - DUKE noch in diesem Jahr fliegen. Wir werden dazu berichten.

Fazit : es gibt einen 350PS Thielert Diesel. Wenn er nicht schon fliegt, fliegt er in Kürze. Wir werden dann berichten, ob er es bringt und wenn ja, was er bringt. Wenn er das bringt, was versprochen wird machen wir von der MMIG46 mit dieser Initiative weiter. Wir bleiben für Sie dran. Weitere Informationen hierzu in Kürze.

FRAGEN / ANTWORTEN ZUM THEMA THIELERT V8 FÜR PIPER MALIBU

Sehr geehrter Herr Schröer,

vielen Dank für Ihr Interesse an unserem CENTURION 4.0 Jetfuel Triebwerk. Wir haben uns bisher noch nicht intensiv mit einem Einbau in die Piper Malibu Serie beschäftigt und mir sind bisher auch keine Einbauversuche anderer Entwicklungsbetriebe oder seitens New Piper Aircraft bekannt. Lassen Sie mich bitte Ihre Fragen direkt in dieser E-Mail beantworten:

1) Der Motor ist gegenüber dem in der Malibu verwendeten Motor (sowohl Conti als auch Lycoming) bei Verwendung eines MT Propellers anstatt des Hartzell Propellers GEWICHTSNEUTRAL. Selbst wenn er schwerer wäre, würde sich der Schwerpunkt nicht nach vorn verschieben, da der Schwerpunkt des CENTURION 4.0 Triebwerk selber weiter hinten als bei dem Original-Motor liegt. Der Grund liegt in der von uns bewusst lang designte Getriebenabe. In der Duke Installation z.B. ist der CENTURION 4.0 sogar leichter als das Lycoming Triebwerk.

2) Welche Höhen(dauer-)leistung bringt der Thielert V8 in FL 240.
- Maximale Leistung von 350 PS; eine zeitliche Limitierung wird von der jeweiligen Zelleninstallation abhängig sein
- Volle PS bis zu einer Höhe von ungefähr 10.000 ft
- Maximale kontinuierliche Leistung von ungefähr 330 PS
- In 18.000 ft erwarten wir eine kontinuierliche Leistung von 295 PS
- In 24.000 ft erwarten wir eine kontinuierliche Leistung von 255 PS
- Der Treibstoffverbrauch bei voller Leistung wird bei ca. 75 l/h liegen und wir erwarten einen Verbrauch von 30 l/h beim BEP (Best Economy Point)

3) Wo kommt die Bleedair für die Kabine her (wohl kaum aus dem Lader) und wie wirkt sich das auf Punkt 2) aus. Die Bleedair wird voraussichtlich durch einen Schraubenkompressor bewerkstelligt. Dieser wird über unser Accessory Gear angetrieben.

4) Welcher Massefluß ist an welcher Stelle (Öl, Zylinder, Ladeluft) zur Kühlung des Triebwerks nötig und wie wirkt sich der auf den Gesamt-Cw der umgebauten Maschine aus. Die Cowling wird mit elektrischen Cowlflaps ausgerüstet werden. Im geschlossenen Zustand werden diese vergleichbare, ggfs. sogar leicht verbesserte Widerstandswerte aufweisen.

5) Ist das Triebwerk als Selbstzünder auch in großen Höhen wiederstartfähig (das dürfte eine Zulassungsvoraussetzung sein und ist für turbogeladene Diesel nicht selbstverständlich). Nein! Dies ist technisch nicht zu realisieren; darüber hinaus auch keine Zulassungsvoraussetzung. Die Wiederstarthöhe wird bei ca. 10.000ft liegen.

6) Da ich die Daten und Kennkurven gesehen habe, kommen mir Zweifel auf, ob der Motor auch für die PA 46 (und erst recht für die Duke) geeignet ist. Die Integration des CENTURION 4.0 Jetfuel Triebwerkes in die Duke ist bereits sehr weit fortgeschritten. Mit einem Erstflug ist in Kürze zu rechnen. Sobald mir die Kennkurven vorliegen, werde ich Ihnen diese selbstverständlich zu senden.

Thielert Aircraft Engines hat bisher nur Retrofit-Kits mit unserem kleineren Motor CENTURION 1.7 für die Cessna 172 und Piper PA 28 Serien entwickelt. Für die Piper Malibu Serie können wir zum heutigen Zeitpunkt keinen Kit/STC anbieten und da unsere Ingenieurkapazität in einigen wichtigen Kernprojekten benötigt wird, werden wir in absehbarer Zeit auch keinen Kit für die Piper Malibu Serie anbieten können.

Solche Umbauprojekte werden entweder durch die Flugzeughersteller oder durch in der Entwicklung solcher STCs/Kits erfahrenen Luftfahrtentwicklungsbetrieben unternommen. Zu diesem Zweck haben wir ein OEM-Entwicklungsprogramm gestartet, bei dem wir diese Unternehmen mit unserer Expertise bei der Umrüstung und Zertifizierung unterstützen. In diesem Programm erhalten Sie zunächst von uns ein nicht funktions- und flugbereites Dummy-Triebwerk in den aktuellen Maßen für die Integrationsarbeit in die Malibu-Zelle. Das Dummy Triebwerk wird dann zu einem späteren Zeitpunkt durch ein dem aktuellsten Serienstand entsprechendem, funktionstüchtigem Triebwerk ersetzt. Neben unserer technischen Hotline bieten wir Ihnen insbesondere unser Know-how bei der Integration der Cooling-Systeme an, da diese ein kritisches Element der Triebwerksintegration darstellen.

Experimentaleinbauten können wir generell nicht unterstützen, da unser Triebwerk über eine andere Komplexität und über eine sehr anspruchsvolle Elektronik verfügen, die einen Einbau nach bestehenden Vorschriften erforderlich macht.

Ich möchte Ihnen vorschlagen, dass Sie sich direkt mit der Firma New Piper Aircraft Inc, in Vero Beach, FL in USA in Verbindung setzten oder, wie Sie bereits angedeutet haben, mit MT Propeller bzw. Rieger, um die Möglichkeiten eines Retrofit-Kits/ STCs für die Piper Malibu Reihe zu erörtern. Wir sind einem Retrofit-Projekt für die Integration des CENTURION 4.0 in die Piper Malibu Reihe gegenüber sehr aufgeschlossen.

Gerne stehe ich Ihnen auch für alle weiteren Fragen zum CENTURION 4.0 Triebwerk bzw. unserem OEM-Entwicklungsprogramm zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Poga


DER SPIEGEL 33/2005, 15.8.2005
Flieger aus dem Netz
von Manfred Dworschak

Mehr als zwei Dutzend Firmen in sieben Ländern schufen gemeinsam ein neues Flugzeug als detailgetreue Computersimulation im Internet. Der französische Luftfahrtkonzern Dassault sieht darin die Zukunft der globalen Fertigung - auch für Autos, Schiffe und Hochhäuser.

Mit Wohlgefallen sahen die Ingenieure, wie das neue Flugzeug Gestalt annahm: 200.000 Nieten und Schrauben schlüpften in ihre Bohrlöcher; Roboter schwenkten planmäßig ihre Arme über den Tragflächen, bis jedes Blech befestigt war. Und hinterher zwängten sich Mechaniker durch die Innereien des Rumpfes, um nach undichten Leitungen und lockeren Spanten zu spähen.

Das Flugzeug, so schien es, war perfekt. Jetzt musste es nur noch gebaut werden.

In der wirklichen Welt war noch kein Flügelblech gestanzt, kein Kabelbaum verlegt, da stand die Falcon 7X schon abflugbereit im Computer. Der französische Konzern Dassault hat sein jüngstes Passagierflugzeug komplett als digitales Modell konstruiert. Jedes einzelne Kabel, jedes Rohrstück ist darin enthalten. Die Detailwut der Designer machte nicht einmal vor den Schrauben halt: Mehrere hundert Sorten wurden originalgetreu für die Simulation nachmodelliert.

Es kam schließlich der Tag, da war die Falcon 7X im Zentralrechner von Dassault fertig. Und es begann die letzte Phase der Simulation: Die Entwickler schickten auch noch virtuelle Mechaniker ins Modell. Die digitalen Puppen, zunftgemäß im Blaumann, hantierten in den engen Kriechgängen mit Zangen und Schraubenschlüsseln; sie erprobten im Voraus jede erdenkliche Wartungsarbeit. Nur so ist gesichert, dass später wirklich alle Teile erreichbar sind.

Dassault baute nicht einmal einen Prototyp zur Probe. Flugzeug Nummer eins flog kürzlich auf der Flugschau von Le Bourget. "Dieses erste Exemplar führen wir auch gleich zur Zulassung vor", sagt Philippe Forestier, Vizechef der Schwesterfirma Dassault Systèmes, von der die Software für die Simulation stammt. "Und danach können wir die Maschine, wie sie ist, verkaufen."

weiter unter: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,369565,00.html

Quelle: DER SPIEGEL 33/2005, 15.08.2005,
Luftfahrt: Flieger aus dem Netz,
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,369565,00.html


Aktuelles von Donnerstag, 18.8.2005
Probleme bei HP Aircraft?

TT62 noch nicht wieder flügge

Sie gilt als eines der ambitioniertesten deutschen Flugzeugprojekte: die TT62 von HP Aircraft. Die Probleme scheinen aber größer zu sein als zunächst angenommen. Seit ihrem Erstflug war die Druckkabinen-Twin nicht mehr in der Luft. Dafür hat sich der ursprünglich anvisierte Preis nahezu verdoppelt.

Die Fachwelt war sich einig: Eine Zweimot mit Druckkabine zu bauen, dazu mit zwei neuen Diesel-V8, die zuvor noch nie in einem Flugzeug geflogen sind, das Ganze angetrieben von im Rumpf sitzenden Motoren, die ihre Kraft per Winkelgetriebe an die auf Pylonen im Rumpfheck sitzenden Propeller leiten - mehr technische Probleme kann man sich bei einer Neukonstruktion eigentlich nicht mehr aufhalsen. Zudem sollte der Fünfsitzer noch schnell, sparsam und preisgünstig sein.

Jetzt scheinen erste Kritiker recht zu behalten, dass man bei HP Aircraft in Usedom zu viel auf einmal wollte: Der Erstflug verlief enttäuschend, die erwarteten Performancedaten wurden bei weitem nicht erreicht, dazu kommen Probleme mit der Kühlung, Aerodynamik und dem Handling. Auch wenn man bei dem Unernehmen unter der neuen Leitung von CEO Klaus Götsch noch auf der AERO Zuversicht demonstrierte, die Probleme in den Griff zu bekommen und dass vor allem die privaten luftfahrtbegeisterten Investoren bei der Stange bleiben würden, so sind mittlerweise Anzeichen einer Krise unverkennbar: Die TT62 ist seit dem viertelstündigen Erstflug vor einem halben Jahr nicht mehr in der Luft gewesen, der offizielle Verkaufspreis kletterte aber bereis von ursprünglich 450000 Euro plus Mehrwertsteuer auf 750000 Euro plus Steuer. Experten schätzen, dass auch diese Summe nicht zu halten sei, sondern dass ein siebenstelliger Betrag eher realistisch erscheint. Zudem räumte TT62-Konstrukteur Christian Majunke im Gespräch ein, dass ein zweiter Proof-of-concept-Prototyp derzeit nicht gebaut werde, da zuerst die zahlreichen aufgetretenen Schwächen beim Prototypen analysiert und behoben werden müssten.

Jetzt rächen sich womöglich zu vollmundig abgegebene Versprechungen von HP Aircraft aus früherer Zeit, dass die TT62 nicht mehr und nicht weniger als eine "Revolution" der Allgemeinen Luftfahrt bewirken würde. Ob der genannte Termin 2007 für den Beginn einer Serienfertigung und die mögliche EASA-Zulassung zu realisieren sein wird, muss die Zukunft zeigen. Fakt ist jedenfalls, dass man die TT62 derzeit nicht bestellen kann: Die Seite "Optionszeichnung" auf der Firmen-Website ist seit längerem nicht erreichbar. Deren letzter Eintrag unter "News" war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe ein Bericht über den HPA-Stand auf der AERO: Wohl kein gutes Zeichen.

Mit freundlicher Genehmigung des Fliegermagazins


Aktuelles von Donnerstag, 11.8.2005/im Internet gefunden
Interessanter Ferry Flug einer 'Malibu Mirage'

Von Kalifornien nach Südafrika

Interessanter Bericht

Die Überführung einer JetProp von Kansas (Kalifornien) zum Kruger National Airport (Südafrika)


Aktuelles von Freitag, 8.7.2005
Arizona Aircraft Accessories
von Rob Hybner

Arizona Aircraft Accessories

Arizona Aircraft Accessories (AAA) ist eine mittelständische Firma, die direkt neben dem Falcon Field Flugplatz in 1935 North Rosemont, Mesa Arizona 85205 angesiedelt ist. Das Management unter der Leitung der Inhaberin Donna Brown besitzt über 25 Jahre Erfahrung in Reparatur und Überholung von Luftfahrzeugen, sowie in der Herstellung von Ersatzteilen. Unsere Firma ist spezialisiert auf die Reparatur von vielfältigen Komponenten und deren Überholung für diverse Triebwerkstypen, sowohl für Flächenflugzeuge, als auch Hubschrauber. Dies beinhaltet TPE 331, TFE 731, Cessna, Turbos, Piper, CASA, Bell und viele mehr. Besuchen Sie doch einfach unsere Web-Site www.arizonaaircraft.com für weitere Informationen. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir in Zukunft Gelegenheit dazu hätten, auch Ihren Bedarf an Ersatzteilen, sowie Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten abdecken zu können.

Als mittelständisches Unternehmen und FAA/EASA zertifizierter